Pflege für meinen Haartyp

Welche Pflege braucht mein Haartyp?

Wem geht es nicht so: Man betritt einen Drogeriemarkt, geht in die Abteilung für Haarpflegeprodukte und wird erstmal von der Fülle an Produkten überrumpelt. Pflegespülungen, Shampoos und Co. für strapaziertes, fettiges, langes, feines oder dickes Haar. Aber welches Haar habe ich denn nun und welche Pflege brauche ich für meinen Haartyp? Erhält man die gewünschte Verbesserung auch zu kleinem Geld mit bestimmten Haushaltstipps? Im Folgenden sollen euch die unterschiedlichen Haare und ihre Anforderungen erläutert werden. Zudem gibt es Tipps von uns, wie Ihr eure Haare einfach und günstig pflegen könnt ohne bestimmte Produkte verwenden zu müssen.

Doch fangen wir ganz einfach an: Man unterteilt Haare in Struktur und Typ, d.h. in Feine. Normal oder Dicke und Lockige, Glatte oder Grause Haare.

Haarstruktur

Um die Frage beantworten zu können, welche Art von Haaren du besitzt und wie du Sie am besten pflegen solltest, musst du zuerst klären, welche Struktur deine Haare besitzen:

Feine Haare

Feine Haare haben eine glatte Oberfläche und glänzen häufig, was an Ihrem geringen Durchmesser von nur etwa 0,05 mm liegt. Wenn Ihr einzelne Haare zwischen euren Fingern kräuselt, spürt Ihr das kaum. Sie fühlen sich allerdings schön weich an manchmal sind sie sogar zu weich! Außerdem benötigen Sie ab einer gewissen Haarlänge besondere Pflege.

Da sie nah an der Kopfhaut anliegen besitzen Menschen mit feinen Haaren meist auch kein natürliches Volumen. Aber Vorsicht man darf feine Haare Aufgrund ihrer Struktur auch nicht überlasten, um künstliches Volumen zu erzeugen. Es sollte sowohl bei der Pflege als auch beim Stylen auf einfache und leichte Produkte gesetzte werden, da es sonst zu Haar-Spliss kommen kann. Ebenfalls wird davon abgeraten zu heiße Glätteisen oder Föne zu verwenden. Stellt diese einfach auf eine niedrigere Hitzeeinstellung und um ganz sicher zu gehen verwendet einen Schutz wie z.B. eine Sprühkur.

Grundsätzlich solltet ihr Shampoo, Conditioner und Haarbürsten für feines Haar verwenden. Im Bezug auf das fehlende natürliche Volumen hier noch ein Tipp von uns: Gebt Haarspray oder Volumen-Schaumfestiger in den noch feuchten Haaransatz und fönt die Haare gegen den Scheitel trocken. Ihr könnt diesen Effekt auch nur durch fönen erhalten und abschließend mit Haarspray festigen, aber nicht vergessen: Weniger ist mehr bei feinem Haar. Mehr Tipps zu mehr Volumen findet Ihr unter: Mehr Volumen

Normale Haare

Von Normalen Haaren spricht man, wenn sich dein Haar weder zu weich noch zu hart anfühlt. Das Schöne an dieser Haarstruktur ist das einfache frisieren solange die Pflege stimmt. Normale Haare haben eine Dicke von ungefähr 0,07 mm. Leider sind sie aber bei falscher Pflege auch die anfälligsten Haare, da Sie eine größere Bandbreite an möglichen Problemen mit sich bringen. Sie können platt und flach anliegen trocken oder spröde aussehen und sich dennoch nur schwer bändigen lassen.

Bei trockenem, ausgelaugtem oder sprödem Haar solltet ihr ein Shampoo für normales Haar mit z.B. Milchproteinen verwenden. Haare regenerieren so schneller und lassen sich einfacher bändigen. Für extra Glanz könnt ihr Pflegespülungen und Conditioner für normale Haare verwenden.

Ein Tipp für alle Sparfüchse: Für natürlichen Glanz solltet ihr euch eine Natur-Borsten-Haarbürste zulegen. Entfernt Knoten nach dem Waschen zuerst vorsichtig mit den Händen und bürstet dann durchs Haar. Im Gegensatz zum feinen Haar bringen Normale Haare den Natürlichen Glanz nicht automatisch mit. Dafür sind sie bei der Verwendung von Fönen und Glätteisen und auch beim Stylen beständiger, solange sie gut gepflegt wurden. Doch geht lieber auf Nummer sicher und verwendet dennoch einen Schutz (Sprühkur o.Ä.).

Dicke Haare

Dicke Haare sind das Gegenstück zu feinen Haaren. Mit einer dicke von mehr als 0,09 mm fühlen sie sich beim durch die Finger rollen beinahe wie ein Faden an. Sie bringen oft ein natürliches Volumen mit, Leiden aber an anderer Stelle stärker als die anderen Haarstruktur Typen. Ihre Oberfläche ist meist eher aufgeraut und sie neigen dazu trocken zu sein. Deshalb können Sie sich häufig spröde und stumpf anfühlen.

Das Wichtigste bei dickem Haar ist das fördern der Feuchtigkeit. Unterstütz euer Haar daher immer mit intensiven feuchtigkeitsspendenden Shampoos. Nach jedem Waschen solltet ihr mit den Fingern versuchen vorsichtig Knoten zu entfernen. Unterstützend könnt ihr eine Leave-In Kur oder Spülungen verwenden.

Gerade beim Abschließenden Fönen und Stylen solltet ihr eine Sprühkur und geringe Hitze verwenden, um die gewonnen Feuchtigkeit zu behalten. Mehr zum Thema Feuchtigkeit findet ihr hier: Mehr Feuchtigkeit

Noch ein kleiner Tipp am Schluss: Um die Kämmbarkeit neben den Spülungen abzurunden verwendet eine großflächige Paddelbürste. Diese erleichtert euch das Glätten und kämmen der Haare.

Haartyp

Haarstruktur und -typ gehen Hand in Hand und bilden gemeinsam mit der Haarlänge und -farbe ein riesiges Spektrum an Haarvariationen. Nun soll es aber nur um die verschiedenen Typen gehen:

Glatte Haare

Von Glatten Haaren spricht man, wenn Haare im trockenen natürlichen Zustand, d.h. ohne die Verwendung von Lockenwicklern, Haarspray usw. gerade vom Kopf herabhängen. Sie haben meist einen schönen Schimmer aber kaum Volumen.

Oftmals fehlt ihnen nach dem Waschen auch der Griff, sodass es schwer fällt sie zu greifen und zu formen. Bestimme Frisuren wie z.B. der Bob oder der Clavi Cut sind empfehlenswerte Frisuren, wenn man glatte Haare besitzt. Das soll aber jeder für sich selber entscheiden.

Für mehr Glanz könnt ihr wieder natürlich mit Bürsttechniken arbeiten oder ihr verwendet eine glanzunterstützende Leave-In Kuren. Pflegende Volumen Shampoos und Spülungen helfen bei der Volumenproblematik ohne das Haar zu beschweren, mehr dazu hier: Mehr Volumen 

Um die Griffigkeit zu verbessern sprüht einfach nach dem Spülen etwas Haarspray in die Haare. Das unterstützt euch beim flechten und hochstecken und macht es wesentlich leichter.

Lockige Haare

Von lockigen Haaren spricht man, wenn sich Haare nach dem Waschen und Fönen automatisch in eine kringelnde Form bringen. Natürliche Lockige Haare haben mehr Volumen und Sprungkraft, bringen aber auch eigene Probleme mit sich.

Da die Fett und Schuppenschicht nicht gerade verläuft reisen diese Schutzschichten gerne und lockige Haare leiden deshalb oft unter Trockenheit, reagieren heftiger auf natürliche Einflüsse und haben schneller Splizz.
Der Faktor Trockenheit ist dabei ausschlaggebend und für die weiteren Probleme mit verantwortlich. Ihr solltet feuchtigkeitsspendende Shampoos und Spülungen verwenden, die die Kopfhaut am besten nicht reizen sollten. Mehr zum Thema Feuchtigkeit unter: Mehr Feuchtigkeit
Um die Haare nicht auszutrocknen föhnt sie auf niedrigster Stufe mit ausreichend Abstand und Pausen.

Zum entwirren verwendet ihr am besten einen groben Kamm und keine Bürste, da sich lockige Haare von Natur aus ineinander flechten.

Hier noch ein kleiner Tipp von uns: Das besondere an lockigen Haaren ist die Sprungkraft. Unterstützend könnt ihr 1 bis 3 Haselnussgroße Portionen Lockenbalm in die Haare geben, um ihnen weitere Sprungkraft zu verleihen.

Krause Haare

Krauses Haar ist sehr aufgeraut voluminös und extrem lockig. Sie werden unter anderem auch von der Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Ist diese niedrig kräuseln sich krause Haare, stehen unkontrolliert in alle Richtungen ab und wirken daher eher undefiniert und aufgeplustert.

Es gibt mehrere Stufen von Krausem Haar z.B. gehören Afrikanische Menschen zu den Menschen mit dem extremstem krausen Haartypen. Aber schon in nicht so extremer Art leiden Krause Haare ähnlich wie lockige Haare an Trockenheit, weshalb wir gerne wieder auf den Zusatzartikel für mehr Feuchtigkeit verweisen möchten: Mehr Feuchtigkeit

„Frizzy Hair“ werden Krause Haare betitelt, da wie bereits beschrieben trocken sind, unkontrolliert abstehen und undefiniert wirken. Gegen Frizz helfen, wie ihr euch bereits denken könnt, feuchtigkeitsspendende Shampoos und Spülungen. Außerdem solltet ihr eure Haare schonend mit natürlichen Bürsten kämmen.

Hier noch ein Geheimtipp: Kissenbezüge aus Wolle solltet ihr vermeiden. Sie rauen euer Haar in der Nacht auf und begünstigen Frizz. Zusätzlich könnt ihr Gerne mal Anti-Frizz Kokosnuss Kuren ausprobieren.

Zustand der Haare

Nachdem wir nun geklärt haben welche Art von Haaren wir besitzen, sollten wir uns nun darüber Gedanken machen was unseren Haaren fehlt und wie wir Kopfhaut und Haar gesund halten bzw. verwöhnen:

Fettige Haare

Wenn eure Haare schon kurz nach dem Waschen wieder strähnig aussehen und sich stumpf anfühlen bzw. umgangssprachlich „aneinander kleben“ leidet ihr höchstwahrscheinlich an fettigen Haaren in der Folge einer erhöhten Talgproduktion. Neben zu häufigem Waschen kann dies auch an Stress, Ernährung und hormonellen Veränderungen liegen.

Das heißt nicht das ihr jetzt direkt euer Leben verändern müsst. Wir empfehlen euch erstmal auf Shampoos ohne Silikone zurückzugreifen und die Haare nur lauwarm zu waschen und mit Pausen auf einer niedrigen Stufe zu föhnen. Hitze stimuliert die Talgproduktion.
Seit sanft zu eurer Kopfhaut. Rubbelt eure Haare weder beim Einmassieren des Shampoos noch beim trocknen mit dem Handtuch zu stark. Dies reizt die Kopfhaut und stimuliert ebenfalls die Talgproduktion.

Cleveres Stylen kann zusätzlich helfen.

Mehr Tipps, wie ihr mit fettigen Haaren arbeiten und umgehen solltet findet ihr hier: Gegen fettige haare

Trockene Haare

Fühlen sich eure Haare strohig und rau an? Dann leidet ihr wahrscheinlich an zu trockenen Haaren.

Trockene Haare entstehen, wenn die schützenden Haarschichten geschädigt wurden und eure Haare Feuchtigkeit verlieren. Dies kann durch Hitze, Kälte, UV-Strahlung, falsches oder zu häufiges Waschen und und und entstehen.

Reaktiv könnt ihr nun, wie schon oft beschrieben feuchtigkeitsspendende Shampoos und Spülungen verwenden. Zusätzlich müsst ihr euren Haaren aber Zeit geben um sich zu regenerieren, deshalb empfehlen wir ein Schonprogramm beim Stylen und Frisieren. Mehr zum Thema Feuchtigkeit findet ihr unter: Mehr Feuchtigkeit

Präventiv solltet ihr die Haare nie zu großer Hitze aussetzen. Weder beim Waschen noch beim trocknen. Auch das zu aggressive einmassieren des Shampoos und trocknen mit Handtuch schädigt die Schuppen- und Schutzschichten. Behandelt eure Haare schonend und verwendet natürliche Shampoos.

Ihr solltet trockenen Haare als Warnsignal sehen, denn aus trocknen Haaren können schnell schuppige oder sogar strapazierte Haare entstehen. Gerade bei strapazierten Haaren hilft oft nur ein Besuch des Frisören, der große Teile der zerstörten Haare abtragen muss. Deshalb versucht eure trockenen Haare schonend zu regenerieren.

Schuppige Haare

Habt ihr immer wieder weiße Stückchen in den Haaren, die beim durch die Haare fahren herunterfallen? Dann leidet ihr unter schuppigen Haaren. Schuppige Haare sind eine wahre Plage, denn sie wirken abstoßend und sind ein Zeichen für ungepflegte Haare.

Oftmals entstehen Schuppen bei zu trockenen Haaren und einer zu trockenen Kopfhaut, weshalb diese Hautschichten abstößt die als weiße Hautschuppen im Haar sichtbar werden. Dies kann durch zu aggressive Shampoos, heißes Fönen und weitere bereits genannte Gründe für Trockene Haare liegen. Verwendet nun natürliche feuchtigkeitspendende Shampoos und Spülungen und lest euch den Absatz: „Trockene Haare“ durch.

Eine weiter Art von Schuppen entstehen bei zu fettigen Haaren. Dabei werden die Hautschuppen von denen du täglich viele verlierst „klebrig“ und haften an den Haaren anstelle vom Kopf zu fallen. Dies ist auf eine zu hohe Talgproduktion zurückzuführen. Dabei helfen natürliche Shampoos ohne Silikone und schonendes föhnen. Auch hier möchten wir auf den Absatz: „Fettige Haare“ verweisen.

Wie du siehst sind Schuppen meistens eine lästige Nebenerscheinung von bereits erläuterten Haarzuständen. Das heißt die Verwendung von Antischuppen Shampoos kann das Problem in vielen Fällen nicht alleine lösen. Präventive Maßnahmen gegen fettige und trockene Haaren sind meistens der entgültige Killer der lästigen Schuppen. Mehr zum Thema Schuppen unter: Hilfe gegen Schuppen

Strapaziert Haare

Man spricht von strapazierten Haaren, wenn die Haare durch den Umgang mit Ihnen zerstört bzw. geschädigt wurden. Sie erscheinen im allgemeinen matt, fühlen sich strohig an und neigen zu Spliss und Haarbruch. Ein einfacher Test ist es mit den Fingern zu versuchen durch die Haare zu kommen. Ist dies nicht beinahe widerstandslos möglich leiden eure Haare möglicherweise bzw. sind geschädigt.

Mögliche Gründe sind zu häufiges und zu heißes föhnen, glätten und locken. Auch das häufige Färben und dabei vor allem das Blondieren schädigen die Haare.

Ihr solltet direkt beginnen die Haare schonend zu kurieren, um das lästige Haare kürzen zu vermeiden. Wir empfehlen euch die Haare eine Zeit lang nicht zu stylen oder mindestens schonend zu stylen. Es wird viel regenerative Pflege benötigt die Glanz und Geschmeidigkeit zurückbringen sollen. Dafür solltet ihr Shampoos und Spülungen ohne Silikone mit natürlichen Ölen verwenden.

Außerdem solltet ihr eure Haare bis zu ihrer Kurierung sehr schonend behandeln. Am besten föhnt ihr eure Haare gar nicht oder aus ausreichend Abstand und auf niedriger Hitze. Von der Verwendung von Glätteisen oder Ähnlichen. raten wir euch ganz ab.
Nach dem Waschen solltet ihr die Haare vorsichtig mit den Fingern entwirren und anschließend eine weiche Natur Borsten Bürste verwenden. Auch der Verzicht auf zu harte Haargummis kann helfen.

Ist alles hilflos hilft nur ein Besuch beim Frisör, der die kaputten Stellen abschneidet.

 


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