Gesichtspflege Grundlagen

Natürliche Gesichtspflege für alle Hauttypen

Schöne und gesunde Haut wünschen wir uns alle – doch welche der unzähligen Angebote von Gesichtspflege, Masken, Peelings und Toner brauche ich wirklich? Was passt zu meinem Hauttypen? Welche Inhaltsstoffe können helfen, und welche meine Probleme sogar schlimmer werden lassen?

Bei der enormen Auswahl an Kosmetikprodukten kann es schon mal schwer sein, den Überblick zu behalten. So kann ein Produkt mit einem hohen Alkoholgehalt für fettige Haut toll funktionieren, bei trockener Haut die Probleme aber noch verschlimmern. Andere Inhaltsstoffe können Allergien auslösen oder auch der Umwelt schaden, wenn sie besonders schwer abbaubar sind.

Doch welche Inhaltsstoffe in Kosmetika sind schädlich und sollten besser vermieden werden?

 

Welche Hauttypen gibt es – und was brauchen sie?

Trockene Haut

Trockene Haut produziert wenig Fette und hält Feuchtigkeit schlecht fest. Das kann zu Jucken und Spannung im Gesicht führen.

Mit diesem Hauttyp solltest du auf stark alkoholhaltige Gesichtspflege möglichst verzichten, das diese die Haut noch mehr austrocknen kann. Auch starke Peelings und Reinigungsprodukte sollten vermieden werden. Ist deine Haut trocken, kannst du diese Produkte in deine Routine mitaufnehmen: Gesichtsöle, milde und feuchtigkeitsspendende Gesichtsreinigung und fette Cremes, die die Haut vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Auch regelmäßige Gesichtsmasken können helfen!

Fettige Haut

Sieht deine Haut oft ölig und glänzend aus, hast du wahrscheinlich fettige Haut. Dieser Hauttyp neigt leichter zu Akne und Unreinheiten, altert dafür aber auch langsamer.

Reinigungsprodukte mit einem hohen pH-Wert sind hier besser zu vermeiden, da diese den Akne verursachenden Bakterien P.acnes eine angenehme Umgebung bietet. Fettig bedeutet aber nicht, dass die Haut keine Feuchtigkeit braucht: Seren, Crems und Gels auf wasserbasis spenden Feuchtigkeit, ohne weitere Öle hinzuzufügen.

Mischhaut

Mischhaut kommt in zwei Variationen vor: Saisonal und Durchgängig. Ist dein Gesicht im Sommer eher fettig, neigt aber im Winter zu Trockenheit, ist das ein Anzeichen für eine saisonale Mischhaut.

Hier kannst du im Sommer die Tips für fettige und im Winter die für trockene Haut befolgen.

Hast du dagegen trockene Wangen aber eine eher ölige T-Zone (Stirn/ Nase/ Kinn), neigst du zu durchgängiger Mischhaut. Produkte müssen nicht auf dem ganzen Gesicht verwendet werden  – verwende z.B. fette, feuchtigkeitsspendende Creme für die trockenen Stellen, stärkere Peelings oder Reinigungsprodukte auf den öligen Stellen. Höre auf deine Haut!

 

Gesichtspflege Routine

Will man die richtige Gesichtspflege finden, gehört auch eine gute Routine mit dazu! Aber bei den vielen verschiedenen Produkten kann es ganz manchmal schön schwer sein, den Überblick zu behalten. Was wird wann benutzt? Und wofür eigentlich? Deswegen hier ein Überblick über die wichtigsten Produkte für natürliche Gesichtspflege und deren Wirkung.

Cleanser

Über den Tag sammeln sich Schmutz, Öl, Schweiß und Bakterien in unserem Gesicht an. Das alles sollte man Abends auf jeden Fall abwaschen. Für allem die Gesichtspflege unreiner Haut ist die Nutzung eventuell auch am Morgen sinnvoll. Bei trockener Haut reicht morgens oft das Waschen mit Wasser. Ein guter Cleanser sollte die Haut nicht austrocknen, sondern ein spannungsfreies, sauberes Gefühl hinterlassen.

Toner

Toner haben eine wässrige Konsistenz und werden als erster Schritt nach dem Cleanser aufgetragen. Sie erfrischen und bereiten das Gesicht auf die Aufnahme der folgenden Produkte vor. Es gibt Toner für extra Feuchtigkeit, für fette Haut oder um den pH Wert der Haut auszugleichen. Einen gutes Rezept für einen natürlichen, feuchtigkeitsspendenden Toner mit Gurkenwasser gibt es hier!

Feuchtigkeitscreme

Auch wenn der Cleanser nicht austrocknet, nimmt er der Haut doch einige Feuchtigkeit. Um diese wiederherzustellen benutzt man am Besten eine natürliche Feuchtigkeitscreme. Diese sollte die Haut mit Nährstoffen versorgen und die natürliche Hautbarriere stärken. Je nach Hauttyp und Jahreszeit kann eine leichte oder fette Creme verwendet werden.

Sonnencreme

Wer liebt es nicht, im Frühling die ersten Sonnenstrahlen auf dem Gesicht zu spüren. Vitamin D ist zwar gesund, zu viel Sonne kann der Haut allerdings auch schaden. Sonnencreme schützt die Haut vor schädlichen UV Strahlen, Sonnenbrand und beugt vorzeitige Hautalterung vor. Eine gute Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 25 ist daher ein wichtiger (letzter) Schritt bei der Gesichtspflege.

Peelings und Masken

Manche Produkte sind eine gute Ergänzung für natürliche Gesichtspflege, müssen aber nicht täglich benutzt werden. Peelings sollten bei trockener Haut zum Beispiel nicht öfter als ein mal die Woche verwendet werden, da sie das Gesicht weiter austrocknen können. Masken dagegen kann man öfter machen: mit unterschiedlichen Wirkstoffen können sie die Haut glätten, straffen oder mit einer extra Portion Feuchtigkeit versorgen. Einige verschiedene Gesichtsmasken zum selber machen findest du hier.

 

Eine gute Gesichtspflege Routine kann zum Beispiel wie folgt aussehen:

Morgens

  • Gesicht mit Cleanser oder Wasser waschen
  • Toner
  • Feuchtigkeitscreme
  • Sonnencreme

Abends

  • Gesicht mit Cleanser reinigen
  • Peeling (ca 1-2x die Woche)
  • Toner
  • Maske (1-4x die Woche)
  • Feuchtigkeitscreme

 

 

Schädliche Inhaltsstoffe in Gesichtspflege Produkten

Viele der herkömmlichen Produkte zur Gesichtspflege beinhalten ungesunde oder bedenkliche Stoffe. Oft sind diese nötig, um die Kosmetik zum Beispiel besonders lang haltbar oder geschmeidig zu machen. Hier eine paar der häufigsten Schadstoffe und ihrer Wirkung.

Parabene

Da Gesichtspflege oft viel Wasser beinhalten, in dem sich Keime gut vermehren können, werden Parabene dort als Konservierungsstoff eingesetzt. Sie haben auch ein geringes allergisierendes Potential. Dadurch die strukturelle Ähnlichkeit von Parabenen zu Östrogen stehen sie allerdings im Verdacht, hormonell wirksam zu sein und werden sogar mit Krebs in Verbindung gebracht. Parabene können sich außerdem im Körper anreichern. Erkennbar sind sie unter den Namen Propylparaben, Btylparaben, Methylparaben, Ethylparaben, Isobutylparaben und Isopropylparaben.

Formaldehyd

Formaldehyd wird in Kosmetikprodukten oft als Konservierungsstoff verwendet. Allerdings kann es die Haut reizen und die Hautbarriere schädigen. Bei den Inhaltsstoffen ist es oft als Triclosan, Sodium Hydroxymethylglycinate, Hexamidine oder Diisethionate gelistet.

Mineralöle & Paraffine

Mineralöle und Paraffine haben keine pflegenden Eigenschaften, sondern verstopfen die Poren. Dennoch werden sie aufgrund ihrer günstigen Herstellung oft als Basis für Cremes, Lotionen oder Öle verwendet. Die synthetischen Produkte sind außerdem umweltschädlich: da sic sich nicht abbauen können, lagern sie sich in Umwelt ab und schädigen Gewässer. Bei den Inhaltsstoffen sind sie unter Namen wie Vaseline, Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum oder Cera Microcristallina erkennbar.

Weichmacher

Um Kosmetik weich und cremig zu machen, werden oft Weichmacher wie Phthalate verwendet. Diese Stoffe können in die Haut eindringen und sich im Körper ablagern. Bei Männern ist hormonelle Wirkung möglich. Weichmacher können zudem Fettleibigkeit und Diabetes begünstigen! Erkennen kannst du Weichmacher unter den folgenden Bezeichnungen: Diethyl Phthalate, Diethylhexyl Phthalate und Di-n-Butylphthalat (DBP)

Silikone

Silikone werden in vielen Kosmetikprodukten verwendet. Die flüssigen Kunststoffe „versiegeln“ und helfen so, Produkte glatt aufzutagen. Sie setzten sich in Poren und Falten und wirken dadurch wie ein Weichzeichner für das Gesicht. Mit Silikonen fühlt sich die Haut zwar toll an, das ist aber ein temporärer Effekt: In Wirklichkeit versiegeln sie die Haut so stark, dass keine Nährstoffe und Feuchtigkeit sie mehr erreichen. Die Haut vertrocknet so von innen. Silikone sind zudem umweltschädlich, als Kunststoffe sind sie nur schwer abbaubar.


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